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Berichtsgliederung entsprechend Vorschrift: Nr.3.2 BNBest-BMBF98 <http://www.fz-juelich.de/ptj/datapool/page/490/Schlussbericht.rtf>
auf www.DendroRemediation.de/2004publi/index.htm 8 Fortschritt auf dem Gebiet des Vorhabens bei anderen StellenIn den USA werden als Gehölze vorwiegend Pappel-Hybriden für die Dendroremediation von Schwermetallen, Stickstoff (Nitrat, Ammonium) und Radionucliden als Vertreter der Anorganika geprüft. Bei organischen Kontaminanten werden ebenfalls Pappeln eingesetzt, seltener auch Weiden, Erlen und Eucalyptus. Zielstoffe der Phytoremediationsuntersuchungen sind dabei unter anderem Pestizide (Herbizide, z.B. Atrazin), halogenierte flüchtige Verbindungen (Chlorierte Lösungsmittel, z.B. Trichlorethylen, Holzschutzmittel), volatile und semi-volatile Erdölprodukte, BTEX, Formaldehyd und undefinierte Deponiesickerwässer (EPA- Bericht 600/R-99/107, Appendix B, 2000, [#Lit. 12] ). Zur Phytoremediation von sprengstofftypischen Verbindungen werden u.a. pflanzenbasierte Klärmethoden („constructed wetlands“) mit Feuchtland- und Wasserpflanzen untersucht und z.T. in Großversuchen eingesetzt. Beispiele dafür sind die Grundwassereinigung in der Milan Army Ammunition Plant, Milan Tennessee (TNT, RDX, HMX, DNT), Volunteer Army Ammunition Plant, Chattanooga, Tennessee und Iowa Army Ammunition Plant, Middletown, Iowa. Das Potential von Pappeln zur Phytoremediation von Explosivstoffen wird in der Arbeitsgruppe um Jerald Schnoor im Department of Civil and Environmental Engineering der University of Iowa untersucht (z.B. #Lit. 9 , #Lit. 10). Dendrotoxizitätsuntersuchungen mit TNT und ADNT sind an Pappeln geplant [#Lit. 4]. In Dänemark wird die Dendroremediationswirkung von Weiden auf Tankstellenaltlasten geprüft [#Lit. 14]. In Deutschland sind Untersuchungen zur Eignung von Gehölzen zur Sanierung sprengstoffkontaminierter Böden von der Wasag-Decon GmbH (Altlast Haltern-Sythen, Wesfalen) geplant, nachdem Phytoremediationsversuche mit krautigen Pflanzen (Medicágo sativa, Carex buchananii und Miscanthus sinensis) erfolgreiche Tendenzen zeigten [#Lit. 1]. Im Rahmen des BMBF-Verbundprojektes “Biologische Sanierung von Rüstungsaltlasten” wird ein Projekt von der Universität Bremen in Kooperation mit dem Sanierungsunternehmen UMWELTSCHUTZ NORD GmbH & Co./Ganderkesee mit dem Thema „Erprobung eines biologischen Sanierungsverfahrens mit höheren Pflanzen (Phytoremediation) auf dem Standort des ehemaligen Sprengstoffwerkes 'Tanne' bei Clausthal-Zellerfeld“ durchgeführt [#Lit. 2, #Lit. 3, #Lit. 13]. Eine in-situ-Misch-Bepflanzung von 30-cm tief gefrästem TNT-Boden mit Schwarzem Holunder, Zitterpappeln und Rotfichten wird variantenreich mit dem Zusatz von Rindenmulch, Stroh, streuabbauenden Pilzen (Pleurothus ostreatus, Trametes versicolor) und Mykorrhiza-Pilzen (Pisolithus tinctoris, Paxillus involutus) kombiniert. Die Erfolgskontrolle erfolgt chemisch an Saugkerzen-Bodenlösungen und an Bodenstichproben durch chemische Analyse und durch bodenökologische Untersuchungen gemischter Stichproben mit sechsfacher Biotestbatterie [#Lit. 2 , #Lit. 3, #Lit. 13 ]. Eine Schadstoffbilanzierung ist wegen der fehlenden Flächenbezugsmöglichkeit nicht möglich. Der Wert der Projektergebnisse liegt vor allem im Aufbau eines komplexen chemisch-biologischen Monitoringprogramms. Die starke initiale Abnahme der TNT-Kontamination wird durch die Bodenhomogenisierung dominiert. letzte Aktualisierung: 08.12.04 19:10
durch BerndSchoenmuth@yahoo.de
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